Eine Abhol-App – really?

Netzwerken und schnelle Organisation
Ich begann über die Anforderungen an ein solches digitales Tool nachzudenken. Es sollte helfen, das Netzwerk von gleichgesinnten Eltern auch im Zusammenhang mit der Kitagruppe oder Schulklasse zu stärken und so dem Kind und einem selbst einen weiteren sozialen Horizont zu ermöglichen: aus notwendigen Betreuungssituationen entstehen oft neue Freundschaften, zwischen den Kindern ebenso wie zwischen den Erwachsenen.
Erste Überlegungen
Durch Beobachtungen im Elternkreis stellte ich folgendes fest:
Es gibt Eltern, die ihren Alltag straff durchorganisiert haben und scheinbar nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sind oder denen es nichts ausmacht, mit einem hohen Zeitaufwand die Familienorganisation zu planen.
Es gibt auch Eltern, die nie auf die Idee kämen, andere um Unterstützung zu bitten, weil es ihnen unangenehm ist, andere, vor allem nicht ganz Nahestehende zu fragen.
Aber bei einem Großteil der Eltern in meinem erweiterten Umfeld sind beide berufstätig und müssen den Flexibilitätsanforderungen ihrer jeweiligen Jobs begegnen. Sie sind in einem hohen Maß auf ein funktionierendes Familien-Freunde-Netzwerk angewiesen.
In einer kleinen Umfrage unter 24 Eltern stellte ich fest, dass mehr als die Hälfte der Eltern bei Abholungen und Verabredungen für ihre Kinder auf ein „Elternnetzwerk“ von durchschnittlich 5 anderen Eltern zurückgreift. Die meisten stimmen sich über Abholungen und kurzfristige Betreuung eher spontan als geplant ab, deshalb muss das Tool über die Funktionen eines reinen digitalen „Familienkalenders“, wie es sie schon gibt, hinausgehen.
Es wird konkret
Eine weitere Erkenntnis ist nicht unwichtig für jemanden, der sich in die Entwicklung einer App stürzen will: Mehr als die Hälfte der Eltern wäre bereit, für einen Service, der das Abholen und Verabreden erleichtert und gleichzeitig vielleicht noch so etwas wie inspirierende Tipps für Unternehmungen, etc., bereit hält, Geld auszugeben.
Der KidPick App Prototyp, der seit September 2013 als Web-App im geschlossenen Beta Testerkreis online ist, gab Aufschluss über das Nutzerverhalten und reichlich Feedback für Verbesserungen der App in Version 1.0. ÜbrigensTatsächlich erscheint die KidPick App Anfang 2015 als App fürs IPhone.

Irgendwann muss man anfangen, die Dinge, die einem als veränderungswürdig auffallen, zu verbessern.

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