Geben und Nehmen

gebennehmenPhasenweise
Am Rande einer Veranstaltung unterhielt ich mich neulich mit einer Mutter, die meinte, die KidPick App sei ja eine gute Idee, aber es würde ihr inzwischen schwer fallen, andere Eltern um den Gefallen zu bitten, ihr Kind mit abzuholen, weil sie wisse, sie könne das Gegenangebot nie einlösen, weil ihr einfach die Zeit fehle.
Die Erfahrung zeigt, dass es für alles Phasen gibt. Es gab eine Phase, da war ich auf die Hilfe anderer Eltern und der Großeltern angewiesen, weil wir beide beruflich sehr eingespannt waren. Danach gab es eine Phase, in der die Mutter eines Kitafreundes unseres Sohnes schwer krank war und wir konnten eines ihrer Kinder häufig mitbetreuen und sie entlasten.
Anschliessend gab es eine Phase intensivster Verabredungszeit -„Mama, kann ich heute /morgen/am Wochenende mit zu Paul/Lotte/Tim/Ben…“ – in alle Richtungen war unser Sohn verabredet. Danach kam die Zeit, in der unser Sohn nur mit uns zu Hause sein wollte. Es gab auch Phasen, da hatten wir Babysitter, um mal zusammen auszugehen. Inzwischen bekommen wir die paar Male mit den Großeltern oder dem großen Bruder abgedeckt, oder noch besser, auf eigeninitiierter Basis, wenn der Sohn bei einem Freund übernachtet.

Das Gute an uns Eltern ist, dass uns einiges verbindet; die meisten von uns leisten mindestens einen Spagat und wir sitzen alle im selben Boot – nur zu anderen Zeiten!

Im engsten Umfeld unserer Kinder sollten und können wir uns vertrauen und bis die jeweilige Phase vorbei ist, sollten wir den Mut haben, um Unterstützung zu bitten.

Denn vielleicht kann man die Hilfe nicht an direkt die selbe Familie zurückgeben – aber vielleicht hilft es, Unterstützung als einen grossen Topf zu sehen, aus dem wir alle einmal schöpfen dürfen.

Mit der KidPick App lässt sich die Hürde des Anfragens viel leichter nehmen: die Möglichkeit, Betreuung, Abholungsunterstützung oder Wochenend-Spielkameraden zu finden, ist nur 2 Klicks entfernt.
Ob dabei die Balance gehalten wird, entscheidet jeder selbst. – denn die Erfahrung zeigt: Das regelt sich von ganz allein. Phasenweise.

Vernetzen

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Der Hirnforscher Gerald Hüther bringt es in seinem TED-Talk (https://www.youtube.com/watch?v=FkTdtl7EC4c ) auf den Punkt. Wir schaffen es nicht durch „Gehirnjogging“ unser Gehirn zu vergrößern. Unser Gehirn hat bei unserer Geburt schon die größtmögliche Anlage, die es nur haben kann, und schrumpft von da ab unablässig. Es konzentriert sich quasi immer auf die Gehirnregionen, die es gerade braucht – Unnützes wird aussortiert.

Das Einzige, was es noch herausfordert und zu ungeahnten Leistungen bringt, sind Glücksmomente im Zusammenhang mit Erlernbarem. Was uns am meisten Spass macht, bleibt haften, Synapsen verknüpfen sich, neue Denkmuster sind möglich.

Hüther bezieht das auf unsere Kinder, die die Chance haben sollten, in Schulen zu den “Helden von morgen“ zu werden. Sie sollten herausgefordert werden und keine stumpfen Rahmenpläne abarbeiten müssen.

Dazu müssen alle zusammenarbeiten; nicht alleine die Eltern oder die Lehrer oder die Politik seien zuständig dafür, dass ein anderes Lernen möglich sei und zum Erfolg führe. Sondern alle zusammen. Und dabei zählen noch so kleine Anstöße.

Wichtig sei die Vernetzung, das Miteinander-in-Beziehung-setzen.

Kommunikation ist alles. Wie immer. Es fehlt auch nicht an klugen Ideen. Es fehlt an Zeit. Und an Möglichkeiten, sich miteinander zu vernetzen.

Die KidPick App könnte einen Beitrag leisten.

Warum die KidPick App Geld kostet

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Ab März wird die KidPick-App im App Store für ein monatliches Abo von 89 Cent oder ein jährliches Abo von 9,99 Euro erhältlich sein.

Warum verlange ich für die App Geld?

In dieser App stecken meine Gedanken und die Gedanken vieler anderer, die an der Entstehung beteiligt waren. In zweieinhalb Jahren ist aus einer fixen Idee beim Ins-Bett-Bringen meines Sohnes ein Stück Software geworden, das hoffentlich bald den Alltag vieler Eltern erleichtert.

Im Gegensatz zu anderen Produkten, die ich als fertige so kaufe – wie z.B. ein Hemd, für das ich aus einer Laune heraus 10 € bezahle -, stecken in KidPick nicht nur viele Funktionen drin, sondern auch reichlich Ideen für weitere gute Funktionen, die noch entwickelt werden wollen. Die Android App soll folgen, iPad, Tablet App und Web App sind wichtig, damit sich nicht nur iPhone Nutzer miteinander verbinden können.

Wer sich in irgendeiner Art und Weise mit solch einer fortwährenden Produktentwicklung auskennt, weiss, dass es sich um einen langen Prozess handelt: viel Entwerfen und Verwerfen, Design und Redesign, Recherche und Konzept sind nötig, es fallen Produktionskosten, Marketingkosten,Vertriebskosten (der App Store kostet Geld), Reisekosten, Fortbildungskosten, usw., an, um die Entwicklung voranzutreiben und sich beständig den Nutzerwünschen und Bedürfnissen anzugleichen.

Auch die „Lagerkosten“ sind andere, da das Hosting der Daten und der App in einem Rechenzentrum stattfindet, das in Deutschland steht und das den deutschen Datenschutzbedingungen unterliegt und damit eine hohe Datensicherheit gewährleistet ist. Verkauf und Weitergabe der Daten sind selbstverständlich ausgeschlossen, weder hier noch durch Werbeeinblendungen besteht also eine indirekte Einkunftsquelle.

Weil Entwicklung Geld kostet und ich meinen potenziellen Kunden, meinen Freunden, Familie und mir bekannten Eltern ein Produkt verkaufen möchte, das sicher ist, das sich zu ihrem Nutzen weiterentwickeln wird und unabhängig bleibt, wird die KidPick App Geld kosten. Probiert es aus als Freemium-Version und nutzt sie dann im Premium-Abo – ohne Werbeeinblendung, mit vollem Zugang zu allen Funktionen und Updates.

Es wird sich lohnen, für die Eltern ebenso wie für die Kinder.

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Einzigartiger Nutzen. Auch bei Apps gewünscht.

Single Purpose

Der App-Markt wächst. 2014 wurden schätzungsweise 717 Millionen Euro mit Apps umgesetzt. 2013 waren es noch 547 Millionen. (http://www.bitkom.org/de/presse/81149_79327.aspx)

Bei der Masse an neu entwickelten Apps gibt es natürlich auch unglaublich viele, die es nicht auf den Homescreen der Smartphones schaffen. Der Mensch kann nur höchstens 25 Apps auf seinem Smartphone haben und diese Menge ist bei den meisten Smartphone-Besitzern schon längst erreicht.

Und welche Apps nutzt man wirklich regelmäßig? Der Trend geht zur Single-Purpose-App, eben nicht die Ich-Kann-Lesen-Schreiben-Chatten- und die-Heizung-Anmachen-App sondern diejenige, die gezielt für eine Aufgabe eingesetzt wird, als Taschenlampe zu leuchten oder eben die Kinder schnell und ohne großen Aufwand zu verabreden. Die App, die nur einen, aber dafür klar definierten Mehrwert bringt, ist im Kommen. (http://taylordavidson.com/2014/apps.)

Die KidPick App – kinderleicht verabreden, erscheint in wenigen Wochen!

Und warum keine WhatsApp-Gruppe?

Contra Chat-Bandwurm

Des öfteren wurde ich in der Entwicklungsphase der KidPick-App gefragt, warum ich denn extra eine App erfinden muss, es gibt doch WhatsApp. Es stimmt: WhatsApp ist stark verbreitet, vor allem unter Jugendlichen. Unter den Eltern, die ich kenne, gibt es nur zwei mit denen ich regelmäßig über Whats App kommuniziere sowie ich auch sonst wenig bis gar nicht Whats-appe.

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Warum das so ist? Ich denke, Eltern sind bedingt durch ihr Tagespensum (Arbeit, Haushalt, Kind, Freizeitaktivitäten des Kindes, Sport treiben, Freunde treffen, Beziehung) zeitlich voll ausgelastet. Das Kommunizieren über WhatsApp jedoch ist in den seltensten Fällen effektiv,  wenn es darum geht, eine Verabredung erst einmal zu treffen, einen geeigneten Treff- und Zeitpunkt zu finden oder eine Abholgemeinschaft zu organisieren. Meistens geht es mehrmals hin und her, bevor man eine Einigung gefunden hat, und das potenziert sich, je mehr Teilnehmer am Chat beteiligt sind. Man redet aneinander vorbei, hat die Hälfte nicht mitbekommen, etc… Am Ende des Tages sitzt man mit einem meterlangen Thread da und hat immer noch keine Ersatzabholung für das Kind am nächsten Tag organisiert.

Sichere Daten 

Außerdem gibt es durchaus berechtigte Bedenken gegen WhatsApp, was die Datensicherheit angeht.  In Bezug auf sich selbst ist man als Erwachsener da eventuell nicht so bedacht, aber sobald es um unsere Kinder geht, werden wir vorsichtig

Die KidPick App hält den Aufwand, der für eine Verabredung nötig ist, minimal, es geht in erster Linie um Zeit, Ort, Dauer. Und Sicherheit geht vor: Für KidPick gelten die deutschen Datenschutzbedingungen und die App selber ist nur für diejenigen zugänglich, die sich untereinander kennen und vertrauen.

Eine Abhol-App – really?

Netzwerken und schnelle Organisation
Ich begann über die Anforderungen an ein solches digitales Tool nachzudenken. Es sollte helfen, das Netzwerk von gleichgesinnten Eltern auch im Zusammenhang mit der Kitagruppe oder Schulklasse zu stärken und so dem Kind und einem selbst einen weiteren sozialen Horizont zu ermöglichen: aus notwendigen Betreuungssituationen entstehen oft neue Freundschaften, zwischen den Kindern ebenso wie zwischen den Erwachsenen.
Erste Überlegungen
Durch Beobachtungen im Elternkreis stellte ich folgendes fest:
Es gibt Eltern, die ihren Alltag straff durchorganisiert haben und scheinbar nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sind oder denen es nichts ausmacht, mit einem hohen Zeitaufwand die Familienorganisation zu planen.
Es gibt auch Eltern, die nie auf die Idee kämen, andere um Unterstützung zu bitten, weil es ihnen unangenehm ist, andere, vor allem nicht ganz Nahestehende zu fragen.
Aber bei einem Großteil der Eltern in meinem erweiterten Umfeld sind beide berufstätig und müssen den Flexibilitätsanforderungen ihrer jeweiligen Jobs begegnen. Sie sind in einem hohen Maß auf ein funktionierendes Familien-Freunde-Netzwerk angewiesen.
In einer kleinen Umfrage unter 24 Eltern stellte ich fest, dass mehr als die Hälfte der Eltern bei Abholungen und Verabredungen für ihre Kinder auf ein „Elternnetzwerk“ von durchschnittlich 5 anderen Eltern zurückgreift. Die meisten stimmen sich über Abholungen und kurzfristige Betreuung eher spontan als geplant ab, deshalb muss das Tool über die Funktionen eines reinen digitalen „Familienkalenders“, wie es sie schon gibt, hinausgehen.
Es wird konkret
Eine weitere Erkenntnis ist nicht unwichtig für jemanden, der sich in die Entwicklung einer App stürzen will: Mehr als die Hälfte der Eltern wäre bereit, für einen Service, der das Abholen und Verabreden erleichtert und gleichzeitig vielleicht noch so etwas wie inspirierende Tipps für Unternehmungen, etc., bereit hält, Geld auszugeben.
Der KidPick App Prototyp, der seit September 2013 als Web-App im geschlossenen Beta Testerkreis online ist, gab Aufschluss über das Nutzerverhalten und reichlich Feedback für Verbesserungen der App in Version 1.0. ÜbrigensTatsächlich erscheint die KidPick App Anfang 2015 als App fürs IPhone.

Irgendwann muss man anfangen, die Dinge, die einem als veränderungswürdig auffallen, zu verbessern.

KidPick App – erste Anfänge

Die Idee wurde vor zweieinhalb Jahren geboren. Ich arbeitete Vollzeit in einer Agentur und, obwohl ich alles gut organisiert hatte, kam es des Öfteren vor, dass ich es nicht rechtzeitig schaffen konnte, meinen Sohn zum Kitaschluss um 17 Uhr abzuholen.

Ein Kundenanruf, den ich annehmen musste, ein spontanes Meeting, eine S-Bahn Störung kamen dazwischen. Dann galt es, anderweitig eine Abholung zu organisieren: Hektisches Hin-und-Her Telefonieren, ungeduldiges SMS- Getippe. Wie bei vielen leben auch bei uns die Großeltern nicht in so greifbarer Nähe, dass sie mühelos auf Zuruf einspringen könnten.

Oftmals glückte es mir in der letzten Minute, dieses oder jenes befreundete Elternteil aus der gleichen Kitagruppe zu finden, der oder die kurzfristig einsprang und meinen Sohn auf den benachbarten Spielplatz mitnahm, bis ich da war. Manchmal bin ich aber auch Hals über Kopf losgerast, um meinen Sohn von einer mahnend dreinschauenden Erzieherin in Empfang zu nehmen, die dringend in ihren Feierabend wollte.

Damals dachte ich, es wäre so prima wenn ein digitales Tool entwickelt würde, dass genau diese Lücke füllte: ein Tool, das zum einen den riesigen Kommunikationsaufwand verringert, der entsteht, wenn man als Elternteil Abholungen für Kinder oder auch Verabredungen der Kinder mit den Freunden der Kinder ebenso wie im Familienkreis organisieren möchte.

Zum anderen sollte dieses Tool es ermöglichen, ein Elternnetzwerk innerhalb der Kita, der Schule oder anderer fester sozialer Kreise unkompliziert zu unterstützen und bei Bedarf auch kurzfristig zu mobilisieren.

Die Idee für KidPick begann Gestalt anzunehmen.